Frühling: Aus Märkischen Kiefern werden Märkische Kieferndielen
Der Winter war schön, weiß und ungewohnt lang, Schnee und Eis hartnäckig, vor allem im Wald. Anfang März die im November gefällten Bäume ausmessen und da zu markieren, wo die Waldarbeiter sie in Stammteile von 3 bis 6 m „tranchieren“ sollen, war eine Herausforderung. Auf rutschigem Boden am Hang und in einem Riesen-Mikado aus Baumstämmen und -kronen. Aber schon zwei Wochen darauf waren die Waldwege trocken genug für den Holzlaster und Mitte März alles Holz auf dem Hof. Irgendwie kam der Vorfrühling unvermittelt. Aber natürlich nicht unwillkommen. Es kam mir vor wie in den Bergen, wo an den Hängen noch Ski gefahren wird, während im Tal die Obstbäume blühen.
Noch im Wald werden die Stämme geteilt
Dann wieder das große Sägen und Stapeln – und das ist wie immer spannend: Denn erst beim Aufsägen zeigen die Bretter ihr wahres Gesicht und es weist sich, ob das Holz was taugt. Manchmal sehen Bäume von außen ruppig aus und haben sogenannten Überwallungen, aber die Astansätze sind nur weit äußerlich und nicht besonders störend. Und dann gibt es Bäume, die sehen von außen glatt aus wie aus der Beautyfarm, aber innen gibt es Astlöcher, die im Laufe der Jahrzehnte überwachsen wurden und beim Sägeschnitt unschön zu Tage treten. Oder es gibt, gerade bei reifem Holz, Faulstellen im Holz. Dann wären ganze Stammabschnitte wertlos.
Du siehst den Bäumen von außen nicht immer an, wie sie drinnen aussehen
Nun sind Asteinschlüssel, Flügeläste oder Astlöcher nicht per se eine Katastrophe beim Naturprodukt Holz. Doch obwohl das Astloch heutzutage seinen Schrecken verloren hat, möchte ich doch astarmes, wertiges Holz werben und anbieten.
Aber, wer sagt’s denn, beim Schneiden zeigt sich: Das Holz ist astarm, gesund, kernig bei engen Jahresringen und wunderschön gezeichnet. Selbst unser Sägewerker, der Jahr für Jahr tausende Festmeter Holz zersägt, nickt bewundernd und brummt: „sehr gute Qualität!“
Jetzt, im April und Mai, wo die empfindlichen Kieferbretter gesichert unter Dach und Fach vor sich hin trocknen, sind die Eichen und Robinien an der Reihe. Auch hier konnten wir uns in diesem Jahr, vor allem bei Stieleiche, eine ganze Reihe wundervoller Bäume sichern. So kommt also bald zum Harzduft der aufgeschnittenen Kiefern der herbe Gerbsäurenduft der Eichen.
Schönes Dielenholz in Märkischer Kiefer und Eiche auf Lager
Aber auch unsere trockenen Dielen, geworben im vorletzten Jahr und jetzt in der Kampagne, haben sehr gute Qualität. Und es ist noch genug davon auf Lager, um auch Ihnen einen wunderbaren Fußboden aus Märkischen Kieferdielen, aus Roteichen oder Stieleichen zu bauen.
Ich freue mich auf Ihre Anfrage!
Ihr „Dieler“ Erik Heinrich.
